Brioni-Inseln / Brijuni
Eines der schönsten Archipels des Mittelmeeres liegt direkt vor Pula: Die Brioni-Inseln, einst Sommerfrische der Römer, Jetset-Treffpunkt und Residenz des Staatschefs Tito, heute Heimat einer atemberaubend schönen und schützenswerten Flora und Fauna.
Brioni-Inseln ist eigentlich die italienische Bezeichnung für das 14 Inseln umfassende Archipel. Bekannter sind die Inseln in Kroatien unter dem Namen Brijuni. Auf etwa 736 Hektar Fläche vereinen sie eine unglaubliche Artenvielfalt über und unter Wasser mit römischen Überresten, der Bäderarchitektur des 19. Jahrhundertes und einigen ausgesuchten Freizeitangeboten wie dem exklusiven Golf Resort. Sie ahnen es vielleicht schon: Brijuni ist nicht unbedingt das was man erschwinglich nennen würde, ganz im Gegenteil, die Insel standen schon immer für Jetset und Lifestyle, Exklusivität und Extravaganz. Selbst unter Tito kam eine Einladung nach Brijuni einem Ritterschlag gleich: Hier fanden Staatsempfänge statt und große Künstler und VIPs eine Bleibe für den Sommer.
Ein großer Teil der Brioni-Inseln gehört heute zum Brijuni-Nationalpark. Nur mit Anmeldung ist es erlaubt, die Inseln zu betreten; die faszinierende Unterwasserwelt des Archipels ist wenn überhaupt nur mit Sondergenehmigung zu betauchen. Am Ambiente der Brijuni-Inseln hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert: Seit 1989 ist das Archipel Naturschutzgebiet, was jeden Neubau auf den Inseln verbietet - leider aber auch den Abriss einiger Beton-Bunker.
Eine Besonderheit der Brioni-Inseln ist der Safari-Park: Hier findet man die tierischen Staatsgeschenke der letzten Jahrzehnte - angefangen von Damhirschen und Mufflons über Affen, Antilopen und Zebras bis hin zu Bären, indischen Rindern und Elefanten.
Übrigens: Zu verdanken haben wir das Jetset-Ziel Brioni dem österreichischen Industriellen Paul Kupelwieser. Auf der Suche nach dem irdischen Paradies verschlug es ihn auf das Archipel, das er 1893 kaufte und zu einem Luxus-Reiseziel ausbaute. Natürlich aber erst, nachdem er mithilfe seines Freundes Robert Koch erfolgreich die Malaria auf den Brijuni-Inseln besiegte. Wer heute in den Villen und Hotels aus dem 19. und 20. Jahrhundert residiert, auf dem 18-Loch-Golfplatz einige Stunden verbringt oder im Casino zockt wandelt auf den Spuren von Sophia Loren, der britischen Queen oder Kaiser Franz Joseph - und kann sich auch heute noch zwischen Multimilliardären und Models kaiserlich verwöhnen lassen.