Cres

Eine der bekanntesten Urlaubsziele in der Kvarner Bucht ist die Insel Cres, genauer gesagt: Die Inselgruppe Cres- Lošinj. Obwohl es sich bei Cres und Lošinj genau genommen um zwei eigenständige Inseln handelt, werden sie häufig in einem Atemzug genannt. Kein Wunder, die Inseln trennt lediglich ein künstlich geschaffener Kanal.


Cres ist landschaftlich sehr abwechslungsreich: Der Norden und Osten der Insel ist gebirgig und steil, hier fallen die Felsen direkt ins Meer ab - und fallen danach weiter. Die Kvarner Bucht ist hier mit etwa 114 Metern am tiefsten. Die Berge im Norden sind mit dichten Wäldern bedeckt - Heimat vieler Damhirsche, Wildschweine und Mufflons, beliebtes Jagdrevier und Wanderareal. Auch der vom Aussterben bedrohte Gänsegeier lebt und brütet hier.

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Weiter in Richtung Süden wird Cres flacher, die Küster zergliederter. Fjorde und Buchten laden zum Ankern, Schwimmen und Verweilen ein. Die flacheren Gewässer mit ihrer zum Teil dichten Uferflora sind Überlebensgebiet vieler Vögel und seltener Amphibien. Während der Norden der Insel ungeschützt dem kalten Fallwind Bora ausgesetzt ist, liegt der Süden geschützter und bietet so ein angenehm mediterranes Klima. Ähnliche Voraussetzungen findet man auch auf Losinj, der Nachbarinsel im Süden von Cres, die mit ihr bei Osor auf Cres über eine Drehbrücke verbunden ist. So kommt es auch, dass das sonnenreiche Losinj - die Insel ist einer der sonnenreichsten Plätze Europas - als kleines Paradies gilt: Im milden Klima gedeihen duftende Pinien ebenso wie unzählige Blumen, die die Insel jedes Jahr in eine bunte, duftende Wunderwelt verwandeln.

Eine Besonderheit von Cres ist neben den teilweise schneebedeckten Gipfeln im Norden der Insel und den hervorragenden Tauch- und Segelgründen der etwa 5,75 km² große Vraner See. Der verhältnismäßig große, saubere Süßwassersee ist das Wasserreservoir für die gesamte Insel und Heimat vieler Süßwasserfische wie Hechte oder Schleie. Auch Aale findet man hier, was der Wissenschaft bis heute Rätsel aufgibt, da der See keine Verbindung zum Meer aufweist.

Übrigens: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie zwischen den Olivenhainen und Weingärten im Zentrum von Cres, zwischen der mediterranen Macchia an der Westseite oder unter den Fichten und Lorbeerbäumen im Süden auf kleine, runde Bunker stoßen. Die verdankt Cres der deutschen Wehrmacht, die sie im Zweiten Weltkrieg an strategisch wichtigen Punkten errichtete, um den Schiffsverkehr besser kontrollieren zu können.