Porec

Bekannt ist Porec, einer der touristisch interessantesten Orte an der Adria, vor allem für seine wundervolle Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Palazzi und der Flaniermeile Decumanus. Sie sehen schon: Auch hier haben die Römer ihre Spuren hinterlassen. Am deutlichsten wird das rund um den Marafor-Platz: Der Name setzt sich aus den Bezeichnungen Mars (nach dem ehemaligen Tempel von Mars und Neptun an dieser Stelle) und Forum zusammen. Die Häuser, die den heutigen Marafor-Platz säumen, wurden übrigens alle auf den originalen Steinen des Platzes gebaut und verfügen somit über kein klassisches Fundament.


Zu einem der Wahrzeichen der Stadt gehören auch die Türme von Porec Die ehemals 11 Türme dienten zusammen mit der mittelalterlichen Stadtmauer dem Schutz der Stadt. Die größten beiden der Türme entstanden aus Angst vor der "Türkischen Gefahr" im 15. Jahrhundert.

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt mit ihren engen Gassen und kleinen Lädchen, den Straßencafés und unzähligen Restaurants (auf etwa 15 Einwohner kommt ein Restaurant!) stoßen Sie auch automatisch auf einen ganz besonderen Schatz: Die byzantinische Euphrasius-Basilika beeindruckt schon durch ihr vergoldetes Eingangstor und ihr mit Säulen geschmücktes Atrium. Den ältesten Teil der Basilika bildet der Bischofspalast mit seinen Mosaiken aus dem 3. und 4. Jahrhundert. In weiteren Teilen der Basilika wurden weitere Apsismosaike freigelegt, die aus Millionen von Edelsteinen bestehen. Der gesamte Basilika-Komplex steht allein schon wegen dieser Kostbarkeiten als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Übrigens: Der Aufstieg auf den Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert wird belohnt durch einen atemberaubenden Rundblick über die Stadt und ihre Umgebung. Nach einer kurzen Verschnaufpause in den Pore?er Restaurants, die hervorragende Fischgerichte und Weine, aber auch lokale Spezialitäten wie die weißen Trüffel bieten, geht die Erkundungstour weiter: Nun locken der Istrische Reichstag und die vielen alten Kirchen, die Insel San Nicola mit dem Schloss Isabella und die vielen schönen Badebuchten zu Ausflügen und Entdeckungstouren. Interessant ist auch ein Ausflug in die Foiba von Pazin: Hier, am Fuße eines Felsens, auf dem eine mittelalterliche Burg thront, verschwindet ein Wildbach in einer Klamm im Untergrund.

Ebenfalls sehr sehenswert ist die Jama Baredine, eine nahe Nova Vas gelegene, sehr beliebte Grotte. Die 132 Meter tiefe Höhle beherbergt neben unterirdischen Seen und beeindruckenden Stalagmiten und Stalagtiten auch viele Tiere wie etwas Fledermäuse oder Grottenolme. Die lichtempfindlichen Tiere stehen unter Naturschutz und dürfen weder von Taschenlampen noch von Blitzlicht gestört werden. Durch die Jama Baredine führt der Höhlenverein in 40 Minuten und in den verschiedensten Sprachen. Vergessen Sie aber nicht, einen Pullover oder eine leichte Jacke mitzunehmen - in der Höhle herrschen konstant 14°C. Übrigens: Auch unerschlossene Höhlen können mit dem Höhlenverein erforscht werden. Ungeübte Höhlenforscher können vor der Tour das Einseilen in einem kleinen Klettergarten üben.