Segeln
Segler wissen es schon längst: Die Reviere rund um Kroatien zählen zu den schönsten der Welt, sollten aber in ihrer Schwierigkeit nicht unterschätzt werden. Schon in römischer Zeit wurde gesegelt, künstliche Durchfahrten wurden geschaffen, so manches Schiff erlitt Schiffbruch.
Unzählige Inseln und Buchten bietet Kroatien, das bei Skippern schon seit vielen Jahren als Segelrevier geschätzt wird. Keine ist wie die andere, jede Inselgruppe hat ihre Eigenheiten und besonderen Herausforderungen. Neben den Strömungsverhältnissen und eventuell vorhandenen Riffen gilt ein besonderes Augenmerk den vorherrschenden Winden. So weht in den Nachmittagsstunden der Sommermonate der Maestralwind in Richtung Festland. Aus dem Süden weht der Jugo: Er bringt dunkle Regenwolken und viel Feuchtigkeit.
Berühmt-berüchtigt ist der Borawind, der aus dem Nordosten weht: Zuweilen erreicht er Orkanstärke und erhebt die Meeresoberfläche. Der Tramontanawind aus dem Norden geht häufig in den Borawind über.
Die Segelreviere vor Kroatien sind jedes Jahr aufs Neue Schauplatz spannender Wettkämpfe. Einer der bekanntesten ist der Kornati Cup, der wie der Name bereits verrät in der Inselwelt der Kornaten durchgeführt wird. Die international besetzte Fahrtenregatta findet alljährlich im Frühjahr, etwa Ende April bis Anfang Mai statt.
Wer kein eigenes Boot hat oder den Segelsport einfach gern mal ausprobieren möchte, muss nicht verzweifeln: In den zahlreichen Marinas entlang der Küste können Segelyachten auch gechartert werden. Somit steht einem Törn vor Istrien, Dalmatien oder in der Kvarner Bucht nichts mehr entgegen. Na dann: Mast- und Schotbruch!