Zadar

Dass Zadar ein idealer Ort der Erholung und Entspannung ist, wussten schon die alten Römer. So wundert es auch nicht, dass sich überall in der Stadt römische Einflüsse zeigen: Wo einst der Decumanus maximus war, ist heute die Siroka, auf dem Platz hinter der Kathedrale tagte einst das Forum. Aber nicht nur die Römer, die das heutige Seebad als Erholungsort auserkoren hatten, hinterließen ihre Spuren in Zadar: Byzantinische Bauwerke wechseln sich ab mit typisch Habsburger Architektur und auch die Venezianer, lange Zeit Herrscher über Zadar, verewigten sich hier architektonisch.


Bestes Beispiel dafür ist der venezianische Löwe, der über der Nova Vrata, dem Landtor gegenüber dem Fährpier, das zur Altstadt führt, thront. Auch der Platz der fünf Brunnen, der Herrenplatz und der Gradska Straza werden wie auch der überwiegende Teil der Bauten in der Altstadt vom venezianischen Stil dominiert.

Zadar ist eine der ältesten und interessantesten Städte Kroatiens und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Vor allem die Altstadt ist es, die jedes Jahr aufs Neue Tausende Besucher begeistert. Sie liegt auf einer Landzunge und wird durch einen künstlichen Kanal vom Festland getrennt. Ein Ausflug in die Altstadt lohnt nicht nur wegen der beeindruckenden Kirchen wie etwa der Donatuskirche, sondern auch wegen dem unvergleichlich entspannten, malerischen Flair, das sie versprüht.

Etwa 15 Kilometer nördlich von Zadar liegt übrigens ein ganz besonderes Kleinod: Das Städtchen Nin gilt als älteste Stadt Kroatiens und beeindruckt noch heute mit ihrer malerischen, auf einer Insel liegenden Altstadt, ihren vielen römischen Überresten und der kleinsten Kathedrale der Welt. Als Ausflugsziel für Genießer und Weinfreunde ist Nin ebenso bekannt wie als Kurort: Der heilschlamm von Nin wird schon seit den Römern zur Behandlung von Hautkrankheiten und rheumatischen Beschwerden eingesetzt.

Wussten Sie eigentlich, dass Zadar auch gern als "Tor zu den Nationalparks" bezeichnet wird? Fünf der kroatischen Nationalparks liegen genau vor den Toren der Stadt und so haben Sie die Qual der Wahl: Schluchten durchwandern und Freeclimbing im Nationalpark Paklenica oder unter Wasserfällen baden im Nationalpark Krka? Über Naturwunder staunen an den Plitvicer Seen oder die Inselwelt der Kornaten über und unter Wasser entdecken? Oder doch lieber in den Bergen des Nördlichen Velebit auf die Jagd - im wörtlichen wie im übertragenen Sinne - gehen? Sie sehen schon, ein Urlaub reicht angesichts dieser riesigen Vielfalt mit Sicherheit nicht aus, um Zadar und seine Umgebung zu erkunden. Aber das macht nichts: Die gastfreundlichen Zadarer heißen Sie auch gern wieder im nächsten Jahr willkommen.