Skip to main content

Inselwelt Süddalmatiens: Korcula, Mljet, Lastovo

Auf der Suche nach einem erholsamen und attraktiven Urlaubsparadies stehen immer häufiger die Regionen im Südosten Europas im Mittelpunkt des Interesses und das zu Recht. Vor allem das schon nach Urlaub klingende Süddalmatien wird dabei immer attraktiver und sollte in keiner Reiseplanung fehlen. Süddalmatien gehört zu Kroatien und erstreckt sich vom Ende der Riviera von Makarska, vorbei an der Grenze von Bosnien-Herzegowina bis hin zur Halbinsel Prevlaka, die an der Bucht von Kotor liegt, die schon zu Montenegro gehört. Der bekannteste Ort dieser Region ist ohne Frage die Perle der Adria, wie die Stadt Dubrovnik liebevoll bezeichnet wird. Dubrovnik ist nicht nur die wichtigste Stadt in Dalmatien, sondern auch eine der schönsten und ihre traumhafte Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe gekürt. Sie bildet den Knotenpunkt der Region, der vor allem unverzichtbar ist für das Erreichen der umliegenden Inseln ist.

Traumhafte Inseln als Highlights einer wunderschönen Region

Neben dem schon attraktiven Festland zeichnet sich Süddalmatien gerade durch diese wunderschönen, kleinen Inseln aus, die einen außergewöhnlichen, ruhigen und erholsamen Urlaub garantieren. Besonders erwähnens- und lohnenswert sind dabei die Inseln Korcula, Mljet und Lastovo, die nicht nur ein Paradies für Badefreunde und Segler darstellen, sondern auf ihre jeweils eigene Art und Weise den Besucher in ihren Bann ziehen und jeden Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Tauchen Sie im Folgenden ein in die wichtigsten Fakten und Reize dieser drei Inseln, die immer eine Reise wert sind.

Die Insel Korcula – ein magischer Anziehungspunkt für Touristen

Korcula ist mit knapp 50 km Länge und einer Breite zwischen 5 und 8 km die sechstgrößte Insel in der Adria. Gleichzeitig ist sie von den süddalmatinischen Inseln wohl das bekannteste und vom Tourismus schon am meiste genutzte Eiland. So wurde im Jahr 1904 der Grundstein mit der Eröffnung des ersten öffentlichen Badestrands gelegt, bevor dann in den 60er Jahren durch die Errichtung von Hotels, Restaurants und Campingplätzen auf der gesamten Insel endgültig der Startschuss für den Tourismus auf Korcula erfolgte.

Korcula

Korcula ©iStockphoto/MichailKabakovitch

Die Attraktivität dieser Insel hat viele Gründe. Die wichtigste ist dabei ohne Frage die erfolgreiche Verbindung einer traumhaften Natur und Tierwelt mit der langen Geschichte und Kultur der Region und gleichzeitig auch dem modernen Tourismus, der dem zauberhaften Erscheinungsbild von Korcula keineswegs im Wege steht. Korcula ist nicht nur eine tolle Insel, sondern auch der Name einer traumhaften Hafenstadt an der Nordküste der Insel, wo weitere Häfen wie Banja, Racisce oder Prigradica den Schutz vor dem Süd- und Ostwind genießen. Die Stadt Korcula besitzt eine sehenswerte und von Stadtturm und Wehrmauern sowie kleinen Gassen geprägte Altstadt und wird daher nicht selten als das kleine Dubrovnik bezeichnet. Geschichtlichen Erzählungen nach soll der Entdecker Marco Polo in diesem Ort geboren worden sein, was dem Ansehen des Ortes zusätzliche Pluspunkte verleiht. Auch der Süden der Insel umfasst neben seinen schönen Buchten auch zahlreiche Ankerplätze wie Zavalatica, Prizba oder Brna, die gerade für Segelfreunde ein wahres Paradies bedeuten. Die südlichen Häfen bieten dabei den Schutz vor der Bora, auch wenn immer mit den Auswirkungen des Südwindes gerechnet werden muss.

Vela Luka bildet die größte und gleichzeitig am besten vor allen Winden geschützte Bucht der Insel Korcula, die sich in einer großen landschaftlichen Vielfalt präsentiert. So sind es die angesprochenen Buchten, die zusammen mit den Stränden und direkt vor der Haustür liegenden kleinen Inselgruppen die Küstenregion zu einer attraktiven Umgebung werden lassen. Zahlreiche Kiefernwälder und weit verbreitete Zypressen, Oliven- und Johannisbrotbäume bestimmen das südländische Flair und bilden nur den Anfang einer sehenswerten Flora, die ihrerseits zu einem hohen Maß an Entspannung beiträgt. So wird die Region ebenso geprägt von den Terrassen der Weinberge, von Lorbeer-, Erdbeer- und Wacholdersträuchen wie auch von Agaven, Oleander, Eukalyptus und verschiedensten Kakteenarten. Salbei, Rosmarin und lavendel geben der Umgebung zudem noch eine ganz besondere Würze und ergänzen die große Vielfalt einer traumhaften Natur, die sich auch in geheimnisvollen Grotten äußert, welche ebenfalls immer einen Besuch wert sind. Neben der Flora ist aber auch die Fauna ein bemerkenswertes Aushängeschild dieser Insel. Schäkel und Mungo zeigen die außergewöhnliche Tierwelt, die durch Wildschweine, Fasane, Wildenten, Hasen sowie zahlreiche Vögel in der Luft und viele Fischarten, Krebse und Muscheln unter Wasser ergänzt wird.

Tier- und Pflanzenwelt werden durch ein besonders mildes Klima unterstützt und bieten gleichzeitig auch beste Voraussetzungen für einen traumhaften Urlaub. So bietet sich das schöne Wetter selbstverständlich für einen Badeurlaub oder traumhafte Bootstouren rund um die Insel an. Gleichzeitig sorgen das klare Meereswasser und viele Angebote für Schlammbäder für einen richtig gesunden Urlaub. Daneben gibt es zahlreiche Ausflugsziele wie archäologische Fundstätten, den Berggipfel des Heiligen Antonius, den mit 961 m höchsten Gipfel des Heiligen Elias oder auch religiöse Sehenswürdigkeiten wie ein altes Franziskanerkloster oder die Kirche der Heiligen Madonna der Engelchen, deren Name schon für einen traumhaften Besuch steht.

Mljet – eine Insel mit verzaubernder Wirkung

Ein ganz besonderes Flair strahlt im kroatischen Mittelmeer die Insel Mljet aus, die ungefähr 30 km nordwestlich von Dubrovnik liegt. Neunzig Prozent der 100 Quadratkilometer großen Insel sind mit Wäldern bedeckt, was sie zur Insel mit dem größten Waldanteil im gesamten Mittelmeer macht. Geht man nach bekannten Legenden, macht die Insel einen sehr mysteriösen und unheimlichen Eindruck. Denn angeblich handelt es sich bei dem Eiland sowohl um den Ort, wo der Apostel Paulus zum Schiffsbrüchigen wurde, als auch um die Insel, wo Odysseus von der Nymphe Calypso vom rechten Weg gebracht wurde. Besser als Flüche oder eine unheimliche Umgebung der Insel könnte beim Anblick der attraktiven Insel zu diesen Geschichten durchaus auch die Erklärung passen, dass die Insel Mljet einfach so bezaubernd ist, dass sowohl Paulus als auch Odysseus sie jedem anderen Ziel vorzogen.

Ein Drittel der Insel wurde im Westen zum Nationalpark Mljet erkoren, der durch zwei attraktive Binnensalzseen besticht, die Klosterinsel Sveta Marija beherbergt und eine große Vielfalt an Tieren zu bieten hat. Ein Highlight dieser Artenvielfalt ist der normalerweise in Asien und rund um den Pazifik beheimatete Mungo, der damals auf die Insel geholt wurde, um die Schlangen zu bekämpfen und heute noch den Aufenthalt auf Mljet genießt.

Das Landschaftsbild der Insel ist geprägt von Kiefern und Steineichenwäldern sowie von Olivenhainen, Obstplantagen und Weinbaugebieten, wodurch auch zusammen mit Gewürzen die Haupteinnahmequellen der Insel deutlich werden. Der Tourismus gehört da ganz sicher noch nicht dazu, denn dieses Thema wird noch sehr stiefmütterlich behandelt, was aber gleichzeitig natürlich auch die Attraktivität der Insel mit ihrer unberührten Natur stärkt. Der Veliko Grad als höchster Berg mit 514 Metern und auch besonders auch der Montokuk im Nationalpark bieten attraktive Wandermöglichkeiten. Gleichzeitig stellen Besichtigungen der noch auf die Zeit der Illyrer hindeutenden Mauerreste, alter Kirchen oder des alten Benediktinerklosters sowie ein Besuch der sogenannten Qdysseus-Höhle attraktive Ausflüge dar. Ohne Zweifel eignet sich die Insel Mljet auch für einen angenehmen Badeurlaub, in dem man sowohl die traumhaft schönen Buchten als auch die Sandstrände und nicht zuletzt die vielen verschiedenen Blautöne der Adria auf sich wirken lassen kann. Das beste Beispiel dafür ist die Bucht Saplunara, von wo aus man zudem noch einen herrlichen Blick auf die Inselgruppe der Elafiten geboten bekommt.

Lastovo – eine unberührte Insel weit weg vom Tourismus

Von allen bewohnten kroatischen Inseln liegt Lastovo am weitesten entfernt vom Festland und vielleicht ist es auch diese Entfernung, die dazu führt, dass Lastovo immer noch eine nahezu komplett unberührte Natur zu bieten hat, die mit dazu führte, dass 2007 die komplette Inselgruppe zum Naturpark wurde. Die 40 Quadratkilometer große Insel ist geprägt von dem im Zentrum liegenden Hum, einen 417 Meter hohen und von dichtem Wald umgebenen Berg. Ein schöner Aussichtspunkt, von dem nicht nur der Ausblick auf die umliegenden Inseln, sondern bei gutem Wetter auch auf Berge in Italien genossen werden kann. Von dort erstrecken sich steile Küsten bis zum Meer, was auch ein Grund dafür ist, dass das Lastovo kaum landwirtschaftlich genutzt wird und somit auch in dieser Beziehung unberührt bleibt.

Lastovo ist der Hauptort der Insel, in dem 800 Einwohner leben und die Architektur der Renaissance für ein herrliches Ambiente sorgt, das unter anderem durch die Ruinen der venezianischen Burg und die attraktive Pfarrkirche Sv Vlaho verstärkt wird. Insgesamt gibt es auf der Insel 46 Kirchen, die alle aus dem 12. bis 15. Jahrhundert stammen. Besonders sehenswert ist dabei die Hauptkirche Sv Kuzma und Damian mit ihrer Schatzkammer sowie zahlreichen Reliquien und Gemälden.

Attraktive Ausflugsziele sind auch Lucica, ein komplett unter Denkmalschutz stehender Ort, oder mit Skrivena Luka die wohl schönste Bucht auf Lastovo. Dieser auch als Porto Rosso oder versteckter Hafen bezeichnete Ort beherbergt zudem den ältesten Leuchtturm der Adria. Das Dorf Pasadur wirkt zunächst unscheinbar, bietet aber mit seiner über eine Brücke bestehende Verbindung zur Insel Prezba die Möglichkeit, die Sandstrände der Nachbarinsel zu erreichen, um einen Ersatz für die auf Lastovo selber nur bedingt vorhandenen Bademöglichkeiten zu finden. Zudem gibt es in Pasadur das einzige Hotel der Insel. Ansonsten stehen Urlaubern nur noch der Campingplatz bei Skrivena Luka oder private Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass der Massentourismus für die Insel keine Rolle spielt.

Neben den Vorzügen der unberührten Natur, die besonders auch zum Wandern und Radfahren animiert und jederzeit eine optimale Erholung garantiert, bietet Lastovo auch außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten. So gab es früher Wettstreite um den schönsten Schornstein der Insel, was den Blick der Besucher noch heute gern über die Dächer schweifen lässt. Mit Lastovski Poklad wird zudem ein tolles Karnevalsfest in Gedenken an den Sieg gegen die Piraten begangen und im Sommer findet ein attraktives Jazz-Festival statt.