Skip to main content

Segeln in Kroatien

Die kroatische Adriaküste ist ein wunderbares Segelrevier. Eine einfache Navigation auf Sicht erleichtert Einsteigern das Segeln in dieser Region. Die zerklüftete Küste bietet bizarre Felsformationen und versteckte Grotten, eingebettet in einer grandiosen Natur. Ein leichter Wind, das mediterrane Klima mit angenehmen Temperaturen und warmes Badewasser in einsam gelegenen Buchten machen den Segeltörn perfekt. Oftmals sind während der Hochsaison von Mai bis September weit und breit keine Menschen zu sehen. Kleine, idyllisch gelegene Inseln im Mittelmeer und wunderschön restaurierte Küstenstädte mit majestätischen Stadtmauern bieten beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Segeltörn in kroatischen Gewässern. Nicht umsonst nennt man die adriatische Küste Kroatiens auch Küste der 1000 Inseln. Es gibt unzählige geschützte Ankerbuchten und Kroatiens mehr als vierzig Marinas offerieren über 4000 Landliegeplätze sowie etwa 12.000 Anlegeplätze im Meer. Die größeren Yachthäfen sind bestens ausgerüstet und bieten neben Restaurants vor allem Service, Tankstellen und Kräne sowie Geschäfte für den alltäglichen Bedarf.

Die Urlaubsregion Dalmatien besticht während des Sommers mit einem trockenen und sonnigen Wetter bei überzeugenden 30 Grad Celsius. Ein moderater Wind in Ufernähe ermöglicht vor allem Einsteigern und entspannten Seglern einen harmonischen Segeltörn. Besonders die Inselwelt der südlichen Kornaten als auch die Gegend um Split bietet eine traumhafte Kulisse aus schroffer Steilküste, goldfarbenen Stränden und einem von weitem leuchtenden Grün der bewachsenen Hänge.
Segeln steht für Natur und Freiheit – und die erlebt man nicht nur, wenn einem tagsüber der Wind um die Nase weht, sondern auch nachts. Abgelegene Ankerbuchten laden zum Übernachten ein. Wer möchte bei den warmen Temperaturen die Nacht in einer Koje verbringen? Warum nicht einfach die Isomatte auf dem Deck ausrollen und unter dem nächtlichen Himmel Kroatiens das Sternenzelt genießen?

Wie setzen sich die Kosten beim Segeln in Kroatien zusammen?

Yachtcharter

Zunächst stellt sich die Frage nach dem Segelboot. Besitzt keiner der Mitreisenden ein eignes, lassen sich diese tage- oder wochenweise chartern. Die Mietpreise liegen bei etwa 1100 Euro pro Woche – einen Segelschein vorausgesetzt, andernfalls kommen die Kosten für Skipper und eine eventuelle Crew noch hinzu. Nach oben gibt es fast keine Grenze; zusätzlich fallen Nebenkosten an. Dafür wird – je nach Segeltörn – eine Bord- oder Crewkasse eingerichtet, die von einem Crewmitglied verwaltet wird. Damit sind die Kosten für Bettwäsche, Endreinigung, Diesel, Gas, manchmal auch für die erste und letzte Hafennacht, Hafengebühren, die Kautionsversicherung und die Gebühren für den Besuch eines Nationalparks, sowie die Kurtaxe und das Transitlog gedeckt. Mit den Nebenkosten wird auch die Grundverpflegung an Bord bezahlt, einschließlich die des Skippers. Meist fällt für die Mitreisenden bei einem einwöchigen Trip ein Betrag von etwa 50 Euro an.

Anbieter von Segeltörns gibt es unzählige, die finden sich sowohl vor Ort als auch im Internet. Der Mietpreis einer Yacht hängt von mehreren Faktoren ab:
– Größe des Bootes.
– Alter der Yacht.
– Mit oder ohne Skipper und einer eventuellen Crew.
– Mietdauer, meist wöchentlich buchbar.
– Mietzeitpunkt – Haupt- oder Nebensaison (im Frühling und Herbst sind hohe Rabatte üblich).
– Endet der Segeltörn im gleichen Hafen?

Allein an Bord und doch in der Gruppe segeln – Flottillensegeln

Selbst mit Segelschein können ungeübte Segler mit brenzligen Situationen konfrontiert werden. Daher bieten einige Anbieter das Flottillensegeln an. Hierbei chartert man eine Segelyacht für seine Familie oder Freunde und segelt in einer Gruppe aus mehreren Booten gemeinsam unter professioneller Aufsicht. Denn ein erfahrener Skipper mit Ortskenntnissen ist ebenfalls mit einer Yacht im Verband dabei. Damit ist eventuelle Hilfe durch geübte Segler während des gesamten Törns gewährleistet. Abgesehen davon wird bei der Planung der Route das Niveau der Segelgruppe berücksichtigt. Da meist mehrere Familien mit ihren Kindern in einem solchen Verband mitsegeln, bieten einige Anbieter sogar eine Kinderbetreuung auf einer extra Yacht an. Spätestens dann steht einer entspannten Segeltour nichts im Weg.

Mitsegeln

Hier legen die Passagiere selbst Hand an und können das Segeln aus nächster Nähe erleben und je nach Lust und Laune aktiv daran teilhaben. Außerdem geht es auf solchen Törns etwas demokratischer zu als bei einer komplett organisierten Fahrt. Zunächst verständigen sich Crew und Passagiere bezüglich des Verpflegungsplans und wie oft man in Buchten beziehungsweise in Yachthäfen und Konobas, den urigen kleinen und gemütlichen Kellerrestaurants entlang der kroatischen Adriaküste, einkehren möchte. Je nach Wetterlage gibt der Skipper verschiedene Routen vor und überlässt den Passagieren letztendlich die Wahl. Dadurch werden alle Teilnehmer aktiv eingebunden und sind von Beginn an Teil der Crew. Sofern sie es wünschen, werden sie in die anfallenden Arbeiten an Bord des Schiffes miteinbezogen. Dennoch bleibt immer noch genügend Zeit zum Entspannen während der Reise. Außerdem gibt es einige Stopps zum Baden, Schnorcheln oder Fische fangen. Selbstverständlich finden auch bei dieser Segelvariante Landausflüge statt, meist auf einige der unzähligen Inseln. Neben den Kosten des Segeltörns fallen bei dieser Segelvariante Kosten von etwa 50 Euro pro Person und Woche an.

Segeln in Kroatien

Segeln in Kroatien ©iStockphoto/mkos83

Ein organisierter Segeltörn

Wer den Aufwand scheut und die Verantwortung lieber komplett in professionelle Hände legen möchte, informiert sich über einen organisierten Segeltörn auf einem großen Schiff. Hier müssen sich die Reisenden um fast nichts kümmern – alles ist perfekt geplant. Diese Segelvariante eignet sich ideal zum Entspannen. In der Regel dauern solche Segeltörns eine Woche. Dabei steht die Route bereits vorab fest und die Reise verläuft nach einem festen Zeitplan. Auf der Fahrt werden täglich neue Häfen und Städte auf dem Festland und den Inseln angelaufen. Die Landgänge dienen dazu, mehr über das geschichtsträchtige Kroatien und die jeweiligen Ausflugsorte zu erfahren. Allerdings bieten diese Reisen kaum einen Spielraum. Sowohl die Liegezeiten für die Landausflüge als auch die geplanten Badestopps sind meist fix. Die Fahrten enden in der Regel in der Stadt, in der sie begonnen haben.

Eine solche Reise hat mit einem Segeltörn, abgesehen vom Transportmittel, nur wenig gemein. Zwar kann man bei den Segelmanövern zuschauen, doch in die Arbeit wird der Passagier nicht eingebunden. Wer jedoch die fest vorgegebene Route mag und sich mit den zum Teil kurzen Zwischenstopps arrangieren kann, für den ist ein organisiserter Segeltörn in der Tat eine interessante und vor allem entspannte Alternative.

Weitere Segelvarianten

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Frauentörns und Segeltörns für Alleinreisende, da hierbei in der Regel kein Einzelzimmerzuschlag anfällt. Auch Unternehmen nutzen Charterfahrten zum aktiven Mitsegeln gerne für teambildende Maßnahmen. Einige Veranstalter bieten spezielle Angeltörns an. Außerdem werden immer häufiger auch Katamarane eingesetzt.

Selbstverständlich bietet sich Kroatien auch an, um den Segelschein zu erwerben. Allerdings sollten sich Interessenten darauf einstellen, das bei der theoretischen Prüfung 300 Fragen zu beantworten sind und eventuell wertvolle Urlaubszeit in das Lernen investiert werden muss.

Wichtige Dinge für einen ungetrübten Segelurlaub in Kroatien

Egal für welche Segelvariante man sich entscheidet. Einpacken sollte man vier Dinge:
– Apotheke – vor allem Tabletten gegen Seekrankheit, denn einem Mitsegler wird während eines Segeltörns immer schlecht.
– Sonnenschutz – nicht nur eine Sonnencreme, auch ein Hut kann hilfreich sein. Auf dem Wasser kommt es schneller zu einem Sonnenbrand, denn die Sonne wird von der Wasseroberfläche zusätzlich reflektiert.
– Verpflegung – Wasser ist das A und O auf einem Boot, auch während eines organisierten Segeltörns, denn häufig muss man dort für Wasser extra bezahlen. Außerdem sollte man genügend Verpflegung mitnehmen, um nicht immer wieder einen Hafen anlaufen zu müssen.
– Unterhaltung – Tage auf See können wunderschön sein. Dennoch kehrt irgendwann die Langeweile ein und deshalb lohnt es sich, ein paar Bücher, einen MP3-Player, Gesellschaftsspiele oder Spielkarten sowie Musik einzupacken.

Alles, was man schon immer über das Thema Segeln in Kroatien fragen wollte…
Gerade bei den Mitsegeltörns sind Segelanfänger überaus willkommen. Unter fachmännischer Anleitung erlernen sie die wichtigsten Handgriffe an Bord und werden in den Segelalltag langsam eingebunden. Speziell für Alleinreisende eignet sich diese Art von Urlaub, da bei vielen Veranstaltern auch halbe Doppelkabinen als Single-Service buchbar sind – und das ohne Preisaufschlag. Bei organisierten und den akiven Segeltörns erspart man sich als Passagier die Kaution, die normalerweise bei der Charter eines Bootes anfällt. In der Regel segelt man je nach Entfernung bis zum nächsten Stopp zwischen 4 und 8 Stunden täglich, abhängig selbstverständlich vom Wetter vor Ort. Duschen gibt es meist unter Deck und manchmal auch auf Deck. Ins Gepäck gehört die Schnorchelausrüstung. Badestopps erlauben das Erkunden der Riffe unter Wasser, wo es einiges Interessantes zu entdecken gibt. Wer lieber an Bord bleibt: auch das Fischen ist meist vom Boot aus möglich. Zur Abkühlung gibt es kühle Getränke. Auch mitgebrachte Verpflegung kann im Kühlschrank gelagert werden, auf größeren Booten gibt es auch ein Gefrierfach. Selbstverständlich gibt es auch Strom an Bord, allerdings meist nur ein 12-Volt-Anschluss. Deshalb unbedingt einen Adapter einpacken. Im Hafen stehen 220 Volt zur Verfügung. Zum Zubereiten von Mahlzeiten steht eine Kochgelegenheit zur Verfügung. Allerdings ist das Rauchen meist nur an einem ausgewiesenen Platz an Bord erlaubt. Alkohol ist nicht verboten, aber tagsüber eher tabu. Da er die Reaktionszeit deutlich beeinflusst, sollte erst nach Feierabend beziehungsweise nach dem Erreichen des Ankerplatzes zu einem Gläschen gegriffen werden.

Worauf ist bei der Buchung eines Segeltörns in Kroatien zu achten?

Sandstrände existieren in Kroatien nicht so viele, dafür gibt es Segeltörn-Anbieter wie Sand am Meer. Wie findet man einen guten Veranstalter oder Bootsverleih?
Einen Hinweis gibt eventuell das Alter des Unternehmens. Seit wann veranstaltet es die Segeltörns und wie alt sind die Boote? Hilfreich sind oftmals auch Erfahrungsberichte im Internet. Aber auch dort ist das Datum des Berichtes zu beachten.
Ist man bereits vor Ort, dann hilft ein Blick auf die Yacht. In welchem Zustand ist das Boot? Wie sehen die Rettungswesten aus? Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, mit einem Skipper zu sprechen. Eine gut ausgebildete Crew ist wichtig, auch bei der Fahrt in einem ruhigen Segelrevier, und wenn dann noch die Chemie zwischen der Besatzung und den Passagieren stimmt, dann steht einer unbeschwerten und entspannten Reise nichts im Weg.
Erfolgt die Anreise mit dem Pkw, ist an einen Parkplatz zu denken. Diese sind in Hafennähe oder in der Marina grundsätzlich kostenpflichtig. In manchen Städten gibt es nahe gelegene Campingplätze mit günstigen Tarifen, um das Auto für die Dauer des Segeltörns dort unter Aufsicht zu parken. In manchen Fällen ist es auch mit Hilfe des Veranstalters möglich, eine Fahrgemeinschaft zu bilden.

Bekannte und weniger bekannte Segelreviere in Kroatien

Die verschiedenen Segelregionen der kroatischen Adria sind abwechslungsreich. Da gibt es zum einen die angesagten, allseits bekannten Routen entlang der Sehenswürdigkeiten der kroatischen Küste, andere wiederum sind eher Geheimtipps. Während die organisierten Segeltörns die bewährten Ausflugsziele anlaufen, sind Reisende mit einer gecharterten Segelyacht ungebunden und können frei entscheiden, wie lange sie an einem Ort verweilen möchten und welchen Hafen sie anlaufen.

Allseits bekannt sind die Segelreviere um die kroatischen Inseln Krk, Cres und Pag. In Richtung Süden folgen kleinere, weniger bekannte, aber nicht weniger interessante Inseln. Südlich von Krk, auf der Insel Rab, finden sich einige der schönsten Sandstrände Kroatiens. Besonders die Strände im Norden und Westen bieten auch während der Hauptsaison ruhige Buchten. Nordwestlich von Zadar liegt die kleine, autofreie Insel Silba. Folglich erlebt man auf dem Eiland die sprichwörtliche paradiesische Ruhe. Ähnlich ruhig geht es auf der Insel Susak zu. Dafür eignen sich die Gewässer ideal zum Kiten und Tauchen. Zwei Schiffswracks liegen zum Erkunden auf dem Grund des Meeres.

Der Naturpark Telascica befindet sich auf der Insel Dugi Otok, der langen Insel. Beim Einlaufen in die windgeschützte Bucht Telascica gewinnt man den Eindruck, auf einem großen See zu segeln: Eine spiegelglatte Wasseroberfläche, in der sich die Farbe des Himmels tiefblau widerspiegelt. Hohe Klippen und ein Salzsee erwarten den Besucher auf diesem einzigartigen Eiland. Südlich der Insel schließt sich der Kornati-Nationalpark an. Die Inselgruppe der Kornaten besteht aus weit über 100 kleinen Inseln und erstreckt sich von Zadar in südlicher Richtung bis nach Sibenik. 89 Inseln gehören zum Kornati-Nationalpark. Die Karstlandschaft bietet aufgrund nicht vorhandener Süßwasserquellen nur eine spärliche Vegetation. Umso mehr beeindrucken die kargen und teils bizarren Felsformationen sowie die wunderschönen Naturhäfen.

Richtung Süden gesellen sich weitere, heiß begehrte Segelreviere um die historisch interessanten Städte hinzu. Split bietet eine wunderschöne Flaniermeile und eine bemerkenswerte Altstadt mit dem riesigen Diokletianspalast. Die Altstadt ist auch Teil des UNESCO-Welterbes. Auch vor den Toren von Split liegen sehenswerte Inseln, wie beispielsweise die große Kalksteininsel Brac mit dem goldschimmernden und spitz ins Meer hineinreichenden Strand Zlatni Rat oder die Insel Hvar. Durch die gleichnamige Stadt schlängeln sich die kleinen, engen Gassen bis hoch zur alten Festung. Von dort bietet sich ein fantastisches Panorama auf die vorgelagerte Inselwelt. Die kleine Insel Proizd liegt etwas südlich von Hvar. Mehrere abgeschiedene Buchten mit türkisfarbenem Wasser bieten Ruhe und Privatsphäre. Deshalb ist die Insel auch bei FKK-Anhängern beliebt. Trotz der Abgeschiedenheit gibt es ein kleines Gasthaus und einen Leuchtturm. Auf Bisevo kann man die Blaue Grotte Modra Splija mit ihrem leuchtend blauen Wasser bewundern, und auf der Insel Vis laden unzählige versteckte Badebuchten zu einem Aufenthalt ein.

In Höhe der Insel Peljesac ist die Insel Mljet mit ihrer unberührten Natur zu finden. Dafür sorgt der eingerichtete Nationalpark im Westen der Insel. Insbesondere frisch Verliebte und Romantiker begeben sich an die traumhaften Strände der Insel.

Top Artikel in Freizeitaktivitäten in Kroatien